Oikocredit-Partner Greenforest Foods schafft Arbeitsplätze in Kenia

Oikocredit-Partner Greenforest Foods schafft Arbeitsplätze in Kenia

GREEN-KE-07.jpg25. September 2019

Der Produzent von Honig, Bienenwachs und Erdnüssen kommt im Oktober nach Wien und Salzburg.

Für Athanas Matheka, Gründer und CEO von Greenforest Foods, gibt es gar keinen Zweifel an der wichtigen Rolle, die sein Unternehmen dabei spielt, die Lebenssituation der Landbevölkerung in Kenia zu verbessern. Der Oikocredit-Partner mit Sitz in Embakasi (Nairobi) verarbeitet natürliche Nahrungsmittel und produziert reinen Honig, Bienenwachs – hauptsächlich für den Export – sowie Erdnüsse für den kenianischen Markt.

Matheka sagt, „Die jüngste Ausweitung unserer Geschäftstätigkeit in Kenia schafft nicht nur neue Arbeitsplätze direkt in unseren Betrieben, sondern auch indirekt für die Bäuerinnen und Bauern vor Ort sowie die Zulieferer, von denen wir unsere Erzeugnisse beziehen.“

Athanas Matheka mit seiner Frau Catherine

Und weiter: „Wenn auf dem Land viele neue Arbeitsplätze entstehen, dann bleiben die Menschen auch dort. Dann müssen diese Menschen nicht in die Städte ziehen – so lassen sich Druck und soziale Probleme vermeiden. Auf dem Land wird das verdiente Geld für die Familie ausgegeben – meiner Meinung nach verbessert dies das Leben der ländlichen Gemeinschaften.“ Der Geschäftsmann war früher politischer Aktivist sowie Lebensmitteltechniker und ist von seiner Mission überzeugt. Auch Oikocredit unterstützt die Stärkung der ländlichen Bevölkerung.

Wichtige soziale Wirkung

Wegen Greenforest Foods eindeutig positivem Einfluss auf die Lebenssituation von KleinbäuerInnen war das Unternehmen von Anfang an ein überzeugender Partner für Oikocredit. 

Dem 2001 gegründeten Familienunternehmen gelang es schnell, sich am Markt zu etablieren. Greenforest-Honig überzeugte mit seiner hohen Qualität speziell an einem Markt, an dem lokale Erzeugnisse eher als minderwertig gelten. Bereits vor seiner Zusammenarbeit mit Oikocredit hatte Greenforest Foods eine außerordentlich leistungsfähige Marke („Greenforest“) für seine reinen Naturprodukte geschaffen.

2014 war das Unternehmen mit einem Anteil von 35 Prozent Marktführer auf dem kenianischen Honigmarkt (2019 lag der Marktanteil unter anderem aufgrund von unberechenbaren Regenfällen und damit verbundenen Ernteausfällen etwas niedriger bei 30 Prozent). Zu jener Zeit war Greenforest Foods auf der Suche nach einem Finanzpartner, der Kredite für seine Verarbeitungs- und Verpackungsanlagen für Schalenfrüchte bereitstellt.

Partnerschaften

Oikocredit erwies sich als der ideale Partner und ging 2014 eine Kooperation mit Greenforest Foods ein. Grund waren das überzeugende Wachstumspotenzial des Unternehmens sowie seine Bedeutung für das Wohl zahlreicher KleinerzeugerInnen von biologisch produzierten Produkten wie Honig und Nüssen.

Der Honig etwa stammt aus traditionellen Erzeugergebieten wie Kitui, Makueni und Taita-Taveta, wo die Armutsquote bei 50 bis 60 Prozent liegt. In der Vergangenheit war Greenforest Foods wegen der unterentwickelten und daher unzuverlässigen Lieferkette in Kenia jedoch gezwungen, 90 Prozent seines Rohhonigs von Kleinbetrieben in Tansania zu beziehen. Dieser Honig wurde dann an kenianische Supermarktketten verkauft.

Bei den Nüssen war die Situation ähnlich: Sie mussten aufgrund ihrer Größe und ihrer Eignung als Snack aus Malawi bezogen werden. Nun erzeugt Greenforest Foods bereits Erdnüsse und will sein Sortiment in Zukunft auf weißen Sesam, Cashew- sowie Macadamia-Nüsse ausweiten.

MitarbeiterInnen von Greenforest Foods sortieren die Erdnüsse, die mittlerweile nicht mehr aus dem Ausland zugekauft werden müssen.

Neben dem Wachstumspotenzial und der sozialen Wirkung waren auch diese Bemühungen, die Rohstoffe nicht mehr aus dem Ausland zu beziehen Grund für das Interesse von Oikocredit eine Partnerschaft einzugehen. Oikocredits Darlehen in Höhe von 8,8 Millionen kenianischen Schilling – das entspricht in etwa 77.000 Euro – wird als Betriebskapital und zur Finanzierung von Verpackungsanlagen genutzt.

Beratungen und Schulungen

Oikocredit unterstützt Greenforest Foods jedoch nicht nur finanziell, sondern auch durch Beratungen und Schulungsmaßnahmen (auch nachzulesen im Wirkungsbericht 2019). Im Jahr 2015 konnte das Marketing von Greenforest Foods weiter verbessert werden, was sich spürbar positiv auf den Absatz auswirkte.

Außerdem wurden mithilfe von Oikocredit kenianische KleinbäuerInnen angeworben, für Greenforest Foods zu produzieren. Zahlreiche LandwirtInnen wurden hinsichtlich der Honigproduktion, aber auch in Sachen Betriebswirtschaft und Finanzen geschult. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, die Produktion wie oben beschrieben in Kenia zu intensivieren und unabhängiger von ausländischen Rohstoffen zu werden.

Mit dem Kapital von Oikocredit werden u.a. Verpackungsanlagen finanziert.

Besuch in Wien und Salzburg

Interesse, mehr zu erfahren? Athanas Matheka kommt im Oktober nach Österreich, um Ihnen persönlich von seiner Arbeit zu berichten. Im Gepäck hat er auch einige seiner Produkte zur Verkostung.

Bei Interesse melden Sie sich gleich an, denn die Plätze sind begrenzt:

Wien, 11. Oktober, ab 18 Uhr

Salzburg, 12. Oktober, ab 18 Uhr

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