Der Geschmack des Erfolgs

Der Geschmack des Erfolgs

EFC-ZM-20.jpg10. Juli 2019

Das Leben war nicht immer einfach für Jessy Chipindo. Aber sie hat bewiesen, dass man mit Ehrgeiz und etwas Unterstützung weit kommen kann.

„Ich koche leidenschaftlich gerne und habe mir das Kochen selbst beigebracht. Ich unterrichte auch meine Mitarbeiter. Ich kaufe lokale Produkte und arbeite mit einem Bauern zusammen, der bestimmte Zutaten speziell für mich anbaut“, sagt Jessy Chipindo, Restaurantbesitzerin und Kundin des Oikocredit-Partners Entrepreneurs Financial Centre Zambia.

Das Leben war nicht immer einfach für Jessy Chipindo. Trotz einiger schwerer Rückschläge in ihrem Privatleben hat eine Kombination aus ihrem unerschütterlichen Ehrgeiz und ihren kreativen kulinarischen Fähigkeiten dazu geführt, dass ihr Gastronomieunternehmen immer weiter gewachsen ist. Chipindos Botschaft an Unternehmerinnen jeglichen Hintergrunds ist, dass man Schwierigkeiten überwinden und im Geschäft erfolgreich sein kann, wenn man den Glauben an sich selbst hat.

„Mein Ziel ist es, das erste fun fine-dining Restaurant [gehobenes Essen in gelockerter Atmosphäre, Anm.] in Sambia zu leiten und zu beweisen, dass man Großes erreichen kann, auch wenn man weiblich und jung ist. Ich arbeite gerade an einem neuen Restaurant in einer Kunstgalerie.“

 Das Gastronomieunternehmen von Jessy Chipindo ist deutlich gewachsen.

Rückschläge überwinden

Jessy ist seit 2017 Kundin des Oikocredit-Partners Entrepreneurs Financial Centre Zambia (EFC Zambia). Sie ist zu Recht stolz, wenn sie über das Wachstum ihres Unternehmens spricht. Aber was waren die Hindernisse auf dem Weg zu diesem Erfolg und wie hat sie diese überwunden?

Sie verließ die Schule in der Hoffnung, Arbeit im Gastgewerbe zu finden. Mit 19 Jahren arbeitete sie bereits als Managerin eines Gästehauses. Ihre Pläne zur beruflichen Weiterentwicklung musste sie jedoch kurz darauf auf Eis legen. „Ich musste meine Karriere verschieben, als meine Schwester krank wurde. Ich habe mich um sie gekümmert, bis sie starb, und ich kümmere mich jetzt um ihre Kinder. Im Jahr 2011 wurde ich Kassiererin in einem Casino. Mit dem Geld, das ich verdient habe, habe ich 2012 meine eigene Cateringfirma gegründet“, erklärt Chipindo.

Bis 2014 arbeitet sie von zu Hause aus und beschließt, sich auf Kuchen zu spezialisieren. Die Menschen liebten ihr Essen und bald hatte sie ihr eigenes Café eröffnet.

Unterstützung für kleine Unternehmen

Es braucht Geld, um ein Unternehmen betreiben zu können. Finanzielle Hilfe, die es Jessy Chipindo auch ermöglichen würde, ihre Firma auszubauen, war bald von entscheidender Bedeutung. Bevor sie zum EFC kam, hatte sie (wie viele KleinunternehmerInnen in Sambia) Schwierigkeiten, einen Kredit von traditionellen Banken zu bekommen.

Hier spielen Finanzinstitute wie der EFC Zambia eine wichtige Rolle. Oikocredit ist 2017 eine Partnerschaft mit dem EFC eingegangen, da sich der soziale Auftrag des sozialen Investors mit dem des Finanzzentrums deckt. Das Ziel des EFC ist es, einen positiven Einfluss auf die Entwicklung Sambias zu haben, insbesondere aber Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KKMU) und GeringverdienerInnen des Landes zu unterstützen.

Mercy Kateleshi, Souschef, bereitet einen Salat in Jessy Chipindos Restaurantküche zu.

Kredite an UnternehmerInnen

Die wichtigsten Produktnamen des EFC Sambia sprechen für sich: der „Market Women Trader's Loan“ (Kredit für Marktverkäuferinnen), der „MSME's Loan“ (Kredit für KKMU), der „Home Improvement Loan“ (Kredit für Renovierungen) und „Easy Pay“ („Einfach gezahlt“). Das Finanzinstitut bietet seinen KundInnen auch Sparprodukte wie das „Mikrosparkonto“ („Micro Savings Account“) an.

Das Finanzzentrum konzentriert sich auf Unternehmerinnen und Händlerinnen, deren Einfluss auf die wirtschaftliche Aktivität und deren hohes Potenzial für Entwicklungseffekte es erkennt. Darüber hinaus sollen kleine Unternehmen in den Bereichen Landwirtschaft und erneuerbare Energien unterstützt werden, was genau zu den Schwerpunkten von Oikocredit passt. 

Caroline Mulwa, Investment Manager für Ostafrika bei Oikocredit, erklärt: „EFC Zambia ist einer der Pioniere unter unseren Partnern in Sambia. EFC vergibt Kredite an finanziell ausgegrenzte Unternehmerinnen und Unternehmer und hilft ihnen dadurch zu wachsen und ihre Existenzgrundlage zu verbessern. Jessys Geschichte ist eine bemerkenswerte Demonstration dessen, was ein Individuum tun kann, um seine Lebensumstände zu ändern, mit Entschlossenheit, harter Arbeit und der Möglichkeit, Zugang zu Finanzdienstleistungen zu erhalten.“

Bedah Salasini, CEO des EFC, erklärt: „EFC wird von der Überzeugung getragen, dass der Zugang zu Finanzmitteln eine wichtige Rolle für das Unternehmenswachstum spielt. Wir setzen uns leidenschaftlich dafür ein, den Zugang zu spezialisierten Finanzdienstleistungen in Sambia zu verbessern. Wir wollen die Mikrofinanzierung neu erfinden, indem wir flexible Konditionen anbieten und unseren Kunden einzigartige Möglichkeiten bieten.“

Stetiges Wachstum

Also, was ist mit Jessy Chipindos Unternehmen passiert? Sie brauchte Kapital für ihr eigenes Restaurant und wählte EFC, weil sie freundlich und flexibel waren. Die Unternehmerin erklärt: „Es ist für ein kleines Start-Up schwierig, einen Kredit von einer traditionellen Bank zu bekommen. Das Darlehen, das ich von EFC erhalten habe, ermöglichte es mir, die Renovierung meines Restaurants abzuschließen und mehr Möbel zu kaufen.“

Dank rechtzeitiger finanzieller Unterstützung und sehr harter Arbeit hat Jessy es geschafft, ihren Traum, ihr Geschäft deutlich auszubauen, zu verwirklichen. Mittlerweile beschäftigt sie 32 MitarbeiterInnen im Restaurant und bietet auch Catering an.

Auch Chipindos neuestes Projekt ist etwas, worauf sie sich sehr freut: „Ich wurde von Nigella Lawson, Gordon Ramsey und Jamie Oliver inspiriert und habe gerade eine Pilotfolge für meine eigene sambische Kochsendung aufgenommen!“

Jessy Chipindos Durchbruch ins Fernsehen spricht Bände über ihre Kochkünste, ihr Selbstvertrauen und ihren Willen zum Erfolg. Ihr Appetit auf Erfolg ist noch lange nicht gestillt.

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