Eine erfrischende Idee

Eine erfrischende Idee

FINLA-MX-21.jpg06. Juni 2019

Mithilfe unseres Partners Finlabor floriert das Eisgeschäft von Delfina Querido Ramos.

Delfina Querido Ramos portioniert die Eiscreme und reicht sie herüber. Stolz betrachtet sie ihr Eisgeschäft, das sie mit ihrem Ehemann aufgebaut hat und in dem mittlerweile auch die drei Kinder der Familie mitarbeiten. Bereits seit über 30 Jahren verkauft Querido Ramos Eis. Ihr aktueller Eisstand befindet sich neben einer stark befahrenen Straße. Auf die Frage, ob der Verkehr ihrem Geschäft hilft, lächelt sie und sagt: „Wir produzieren rund 15 Geschmacksrichtungen und unser Nieve ist viel besser als jener der Konkurrenz. Das heißt, wir sind nicht aufgrund des starken Verkehrs hier. Der starke Verkehr ist wegen uns hier.”

Delfina Querido Ramos hat ein erfolgreiches Eisgeschäft aufgebaut.

“Nieve” ist Spanisch für Schnee und meint die Art von Eis, die Querido Ramos herstellt. Diese ist typisch für die Region rund um Alpuyeca im Südwesten Mexikos. Es ist ein Sorbet aus Wasser, Kokosnuss und Obst wie Limette, Sapote (eine exotische Beerenfrucht) und Mango. Nieve besteht also ausschließlich aus natürlichen Zutaten.

Querido Ramos und ihr Team verkaufen „Nieve“, eine Art Fruchtsorbet.

Delfina Querido Ramos erinnert sich an die Anfangszeit zurück. Da besaß sie lediglich vier kleine Bänke, auf denen ihre Gäste das Eis genießen konnten – jedoch ohne Schutz vor der Sonne oder vor dem Regen. Vor acht Jahren stieß sie dann zu Oikocredit-Partner Finlabor. Die Mikrofinanzinstitution (MFI) vergibt Kleinstkredite an Frauengruppen. Diese werden in knapp 40 Geschäftsstellen in mehreren Bundesstaaten Mexikos versorgt.

Die MFI beriet die Unternehmerin und stellte ihr einen Kredit aus. Mit dem Geld erwarb Querido Ramos Stühle, Tische, eine Überdachung aus Plastik sowie Fässer, um das Eis und die Früchte zu lagern. „Wenn es heiß ist, haben wir jetzt viel mehr Gäste als zuvor, denn nun können sie im Schatten sitzen“, freut sie sich.

Außerdem kaufen auch viele Vorbeifahrende ein Eis. Ihre MitarbeiterInnen halten dazu fertige Stanitzel bereit. Sobald die Autos anhalten, laufen sie zu den LenkerInnen. Auch dadurch verkaufen sie mehr als die Nachbarstände.

Auch die AutofahrerInnen, die vorbeikommen, gehören zur Kundschaft.

Die große Terrasse, die die Familie dank Finlabor besitzt, erweist sich als gutes Investment. „Da wir nun mehr Gäste bedienen, haben wir auch ein höheres Einkommen“, erzählt Querido Ramos, die dadurch inspiriert wurde, noch mehr Verbesserungen durchzuführen, „Ich würde das Plastikdach gerne ersetzen und stattdessen ein kleines Gebäude bauen. So sind unsere Gäste noch besser gegen Sonne und Regen geschützt.“ Denn sogar bei Regen ist ihr Schnee sehr beliebt.

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