Die kenianische Powerfrau Muiruri

JCS-KE-32.jpg17. Juli 2018

Die Kenianerin Teresia Kiaithira Muiruri schafft das, was sich viele wünschen: Job und Familie unter einen Hut zu bringen.

Die beiden von Teresia Kiaithira Muiruri geführten Unternehmen befinden sich gleich nebeneinander. So hat es Muiruri nicht weit, denn Zeit ist bei ihr besonders knapp: Die Kenianerin Mitte 50 ist verwitwete Mutter von vier Kindern, kümmert sich auch um die Kinder ihrer Schwester und ihrer NachbarInnen und führt zwei Unternehmen, um genügend Geld für sich und ihre Familie zu verdienen.

Muiruri gehören Karunga Steel Enterprises und eine Filiale von M-Pesa.

Das kleine Stahlunternehmen “Karunga Steel Enterprises“ gründete sie 2003 mit ihrem Mann, der jedoch 2006 verstarb. Muiruri vertreibt große Kisten aus Blech an Schulen in der Region. In diesen Kisten werden Unterrichtsmaterialien gelagert. Für die Produktion der „school boxes“ kauft Muiruri glatte, unbearbeitete Blechbögen ein und lässt sie von den bei ihr angestellten Handwerkern weiterverarbeiten.

Karunga Steel Enterprises beschäftigt mehrere Mitarbeiter.Karunga Steel Enterprises beschäftigt mehrere Mitarbeiter.

2013 eröffnete sie zusätzlich eine M-Pesa-Filiale. „M-Pesa“ wurde von der kenianischen Mobilfunkfirma Safaricom mit Unterstützung von Vodafone entwickelt und 2007 in Kenia eingeführt. Das System erlaubt es den KundInnen, mit ihren Mobiltelefonen bargeldlos zu zahlen, ohne ein reguläres Bankkonto besitzen zu müssen. Fast alle kenianischen Haushalte nutzen dieses Service mittlerweile. In Muiruris Filiale können die Menschen aus der Umgebung ihre elektronisch geführten Guthaben verwalten, das heißt sie tätigen Überweisungen, bezahlen Rechnungen und Versicherung, fragen um Kredite an.

Teresia Kiaithira Muiruri lässt sich nicht unterkriegen.

Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen ist schwierig. Trotz des unternehmerischen Erfolgs war die Bezahlung der Ausbildung ihrer Kinder immer eine Herausforderung. Einer von Muiruris Söhnen studiert technische Informatik. Eine ihrer Töchter belegt mittlerweile das Friedens- und Versöhnungsstudium an der Universität, musste aber mit der Einschreibung ein Jahr lang warten, bis die Familie genug Geld gespart hatte.

Bei der Bildung von Rücklagen hat ihr auch Oikocredit-Partner Jitegemea Credit Scheme (JCS) geholfen. Seit 2015 ist Muiruris Kundin der Mikrokreditinstitution. Mit dem Kredit in Höhe von 700.000 kenianischer Schillinge (zirka 6.300 Euro) konnte sie einen Vorrat an Metall für Karunga Steel Enterprises aufbauen. Das schafft Sicherheiten – für sie und die Zukunft ihrer Kinder.

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