Zigoti – Das Lebenswerk von Rose und Enoch

1989-zigoti-ug-1500pxs-03.jpg12. Juni 2018

Als Rose Kato und ihr Ehemann Enoch 1992 Zigoti Coffee Works Ltd. gründeten, war das Firmengelände noch komplett verwildert. Seitdem ist viel passiert.

Das Ehepaar richtete Anfang der 1990er Jahre sein Unternehmen in Uganda ein und verarbeitete bis 2002 die getrockneten Robusta-Beeren für die KaffeebäuerInnen der Umgebung. Es folgten wirtschaftlich schwierige Zeiten für das Unternehmen und Zigoti musste schließen. Das Ehepaar verlor viel Geld, aber Rose und Enoch ließen sich nicht entmutigen. Rose investierte und baute das Haus der Familie zu einem Hotel um. Außerdem eröffnete die Familie ein Kaffeegeschäft in Japan. Während ihres dortigen Aufenthalts vereinbarte sie einen exklusiven Vertrag mit CERES, einer Zertifizierungsstelle für ökologische Produktion. Heute ermöglicht ihr diese Kooperation, Bio-Kaffee nach Japan zu exportieren.

Im Jahr 2010 wurde Zigoti wiedereröffnet und hat sich mittlerweile von einem Kleinstbetrieb zu einem mittelständischen Unternehmen entwickelt. Zigoti konzentriert sich auf den wachsenden Markt für qualitativ hochwertigen Kaffee und exportiert auch nach Deutschland, Spanien, Marokko, Singapur und die Niederlande. Neben der Familie – Enoch ist Vorsitzender von Zigoti, Rose Finanzdirektorin und ihr ältester Sohn Enoch verantwortlich für die Administration – arbeiten weitere 15 MitarbeiterInnen im Büro und 20 Personen in der Verarbeitung der Kaffeebeeren. Während der intensivsten Erntezeit sind rund 100 Frauen am Feld, um den Kaffee händisch zu ernten.

Rose Kato mit einem der Kaffeebauern beim montäglichen Treffen.

Jeden Montag kommen auch die Kaffee-BäuerInnen auf das Gelände von Zigoti. Bei den wöchentlichen Treffen haben diese die Gelegenheit, Utensilien wie Düngemittel oder Pflanzensamen sowie Dienstleistungen zur Beseitigung von Schädlingen bei Rose in Auftrag zu geben. Rose und Enoch arbeiten mit knapp 450 BäuerInnen direkt zusammen. Zählt man die indirekten Geschäftsbeziehungen dazu, bieten das Ehepaar Kato mehr als 1.000 Haushalten in Mittel-, West- und Ostuganda Kaffeesamen, die diese pflegen und später deren Beeren wieder an Zigoti verkaufen. In diesen Regionen wurden bereits mehrere Lagerhäuser errichtet. Die Herausforderung für Rose bei ihrer Arbeit ist, jederzeit liquide genug zu sein, um die BäuerInnen für ihre Beeren angemessen bezahlen zu können. Dafür nahm Zigoti 2015 ein Darlehen in der Höhe von 1.000.000 USD von Oikocredit auf.

Mehr Informationen zu Zigoti finden Sie hier.

« Zurück