Oikocredit und die Teefabriken Karongi und Muganza Kivu in Ruanda produzieren zwei Millionen hochwertige Teesetzlinge

Oikocredit und die Teefabriken Karongi und Muganza Kivu in Ruanda produzieren zwei Millionen hochwertige Teesetzlinge

KARO-RW-45.jpg06. Oktober 2020

Der größte Teil der Mittel für dieses Projekt stammt von AnlegerInnen des Westdeutschen Förderkreises von Oikocredit.

Die Oikocredit International Support Foundation hat mit den Teefabriken Karongi und Muganza Kivu in Ruanda eine Absichtserklärung über die Produktion von zwei Millionen Setzlingen unterzeichnet. Die Mittel für dieses zweijährige Projekt im Wert von rund 140.000 Euro stammen größtenteils von AnlegerInnen des Westdeutschen Förderkreises von Oikocredit.

In der Absichtserklärung verpflichten sich die beiden Teefabriken Karongi und Muganza Kivu dazu, die Verantwortung für die Produktion der Teesetzlinge zu übernehmen. Die Oikocredit International Support Foundation übernimmt ihrerseits die Kosten für die Produktion und für spezielle Schulungen, in denen die KleinbäuerInnen zusätzliche Kompetenzen im Teeanbau erwerben.

Karongi und ihre Schwesterfabrik Muganza Kivu beziehen, verarbeiten und vermarkten die grünen Teeblätter, die sie von den Bauerngenossenschaften Katecogro und Cothemuki beziehen. Die zwei Millionen Setzlinge werden an 2.000 KleinbäuerInnen verteilt, die von Katecogro und Cothemuki ausgewählt werden. Die TeilnehmerInnen werden im Rahmen des Projekts mit den besten Praktiken im Teeanbau vertraut gemacht – durch praxisnahe Lernmethoden, die direkt vor Ort auf den Feldern angewendet werden.

Die beiden Fabriken haben bereits Vereinbarungen mit ihren jeweiligen Kooperativen unterzeichnet, in denen sie sich verpflichten, die gesamte Menge an Teeblättern zu kaufen, die im Rahmen dieses Projekts produziert werden soll. „Teesetzlinge spielen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung einer Teeplantage – sowohl im Anfangsstadium als auch später, wenn es darum geht, Lücken zu schließen, die üblicherweise nach Pflanzungen entstehen“, sagt Josiane Mutangana, Geschäftsführerin der Teefabriken Karongi und Muganza Kivu. „Aufgrund der hohen Produktions- und Instandhaltungskosten können es sich diese Bauernkooperativen nicht leisten, aus eigener Kraft regelmäßig neue Setzlinge anzupflanzen. In der Vergangenheit haben wir unsere eigenen Mittel in die Entwicklung von Teesetzlingen investiert, die wir den BäuerInnen geschenkt haben. Es ist schön zu sehen, dass Oikocredit uns in dieser wichtigen Sache unterstützt.“

Ging Ledesma, Oikocredit-Direktorin für soziales Wirkungsmanagement und Innovation, fügt hinzu: „Oikocredit arbeitet mit Organisationen zusammen, die sich darauf konzentrieren, benachteiligten Menschen zu helfen ihr Einkommen nachhaltig zu verbessern. Wir freuen uns, Partner wie die Teefabriken Karongi und Muganza Kivu gefunden zu haben. Beide Organisationen führen Programme durch, die den BäuerInnen und den Gemeinden, in denen sie arbeiten, etwas zurückgeben. Mein Dank gilt auch den InvestorInnen, die zu diesem Projekt beigetragen und dafür gesorgt haben, dass wir unsere soziale Wirkung im Teesektor in Ruanda erhöhen können.“

Gegenwärtig haben viele KleinbäuerInnen und landwirtschaftliche Organisationen mit den Auswirkungen des Coronavirus zu kämpfen. Oikocredit wird weiterhin nach Wegen suchen, ihre Partner in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen und ihnen bei der langfristigen Erholung zu helfen. Elikanah Ng'ang'a, Oikocredit-Beauftragter für Social Performance and Capacity Building für Afrika, erklärt: „Auch wenn wir all dies in Zeiten einer Pandemie tun, ist es sinnvoll, über Covid-19 hinauszublicken und darüber nachzudenken, wie wir in Zukunft Existenzgrundlagen sichern können. Teeanbau bietet diese Möglichkeit, Existenzgrundlagen zu sichern, und das nicht nur kurzfristig, sondern für viele Jahre, und deshalb sind wir stolz darauf, an diesem Projekt beteiligt zu sein.“

Schon früher unterstützten wir unseren Partner Karongi Tea Factory mit Beratung und Schulungen. Erfahren Sie in diesem Video mehr darüber:

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